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Wolldecke zum Schlafen: Über oder unter die Bettdecke?

Über der Bettdecke hält eine Wolldecke die Wärme im Bett, direkt am Körper nimmt sie Feuchtigkeit auf. Wann welche Lage passt, welche Größe Sie brauchen und wie eine Wolldecke im Sommer funktioniert.

Wolldecke zum Schlafen: Über oder unter die Bettdecke?

Ob die Wolldecke über oder unter die Bettdecke gehört, hängt davon ab, ob Ihnen nachts eher kalt ist oder ob es unter der Decke feucht wird. Wenn Sie frieren, legen Sie sie über die Bettdecke. Dort hält sie die warme Luft, die sich in Ihrer Bettdecke sammelt, im Bett, und an den Rändern zieht weniger kalte Luft hinein. Für die meisten Winternächte und kühle Schlafzimmer ist das die richtige Lösung.

Wird es Ihnen unter der Bettdecke eher klamm als kalt, legen Sie die Wolldecke darunter, direkt auf den Körper. Wolle nimmt die Feuchtigkeit auf, die der Körper im Schlaf abgibt, ohne sich nass anzufühlen. Dafür eignet sich weiche Merinowolle. Gröbere Schurwolle kann auf nackter Haut kratzen und liegt besser oben.

Warum die Lage einen Unterschied macht

Eine Bettdecke wärmt nicht von selbst. Sie hält die Luft fest, die Ihr Körper erwärmt, und lässt die Wärme nur langsam nach außen. Jede weitere Lage bremst diesen Weg zusätzlich. Wo die Wolldecke liegt, entscheidet, welche ihrer Eigenschaften zum Tragen kommt:

  • Oben zählt die Isolation. Die Wolldecke liegt wie ein Deckel auf der Bettdecke, bremst den Luftaustausch an deren Oberfläche und an den Rändern und hält so die warme Luft im Bett.
  • Unten zählt der Umgang mit Feuchtigkeit. Wolle nimmt Wasserdampf auf, bis zu etwa einem Drittel ihres Gewichts, und gibt ihn beim Lüften wieder ab. Die Luft direkt am Körper bleibt dadurch trockener.

Für beide Varianten gilt: Jede zusätzliche Lage macht das Bett wärmer. Wem ohnehin zu warm ist, der braucht keine zweite Decke, sondern eher eine leichtere.

Über die Bettdecke: für kalte Nächte

Oben auf der Bettdecke ist die Wolldecke am einfachsten zu nutzen. Sie liegt glatt, lässt sich schnell zurückschlagen, wenn es zu warm wird, und berührt kaum die Haut. Deshalb passt hier jede Wolle, auch kräftige Schurwolle. Lassen Sie die Decke seitlich etwas überhängen, dann bleiben auch die Ränder dicht, an denen sonst kühle Luft ins Bett zieht. Das merken Sie vor allem, wenn Sie bei gekipptem Fenster schlafen. Tagsüber dient die Wolldecke gleich als Tagesdecke.

Eine Ausnahme sind sehr bauschige Daunendecken. Liegt eine schwere Decke darauf, drückt sie die Daunen zusammen, und die halten dann weniger warme Luft. Nehmen Sie in diesem Fall eine leichtere Wolldecke für oben, oder legen Sie die Wolldecke unter die Daunendecke.

Unter die Bettdecke: wenn es darunter klamm wird

Direkt am Körper zeigt Wolle, wie gut sie mit Feuchtigkeit umgehen kann. Das spüren besonders Menschen, die unter einer Bettdecke aus Kunstfaser leicht feucht werden. Die Wolle nimmt die Feuchtigkeit in die Faser auf, und das Bett fühlt sich trockener an. Wird es Ihnen mit beiden Decken zu warm, wählen Sie eine leichtere Bettdecke oder schlafen Sie nur unter der Wolldecke.

Bei einer Wolldecke zum Schlafen direkt auf der Haut kommt es auf die Weichheit an. Merinowolle ist fein und kratzt kaum. Noch weicher ist unsere Kaschmir-Merino-Decke aus 90 % Wolle (Merino) und 10 % Kaschmir. Schurwolle ist griffiger und gehört besser nach oben.

Eine Decke direkt am Körper braucht öfter frische Luft. Unsere Wolldecken tragen das Pflegezeichen „nicht waschen“. Hängen Sie sie deshalb regelmäßig einige Stunden ins Freie, im Schatten und nicht im Regen, oder legen Sie sie morgens über einen Stuhl am offenen Fenster. Mehr zur Pflege, vom Lüften bis zur Reinigung, lesen Sie in unserem Beitrag Wolldecke waschen.

Die richtige Größe fürs Bett

Eine Standard-Bettdecke misst in Deutschland meist 135 × 200 cm, in Österreich sind 140 × 200 cm verbreitet. Damit die Wolldecke die Bettdecke ganz bedeckt und seitlich etwas überhängt, sollte sie größer sein. Für das Bett gedacht ist deshalb unsere doppelseitige Merinodecke in 150 × 215 cm. Mit 1.450 g ist sie die schwerste unserer Merinodecken. Auf einer Komfortdecke in 155 × 220 cm deckt sie die Oberseite fast ganz ab, hängt seitlich aber nicht mehr über.

Unsere Decke Größe Gewicht Im Bett
Merino, doppelseitig 150 × 215 cm 1.450 g deckt eine Bettdecke in Standardgröße mit Überstand ab
Merino, doppelseitig 130 × 170 cm 890 g für die ganze Bettdecke zu kurz, gut quer über dem Fußende
Merino mit Fransen 140 × 200 cm inkl. Fransen 730 g leicht, für den Sommer oder das Fußende
Kaschmir-Merino (90 % Wolle (Merino), 10 % Kaschmir) 140 × 200 cm inkl. Fransen 655 g sehr weich, angenehm direkt am Körper
Schurwolle (100 % neuseeländische Wolle) 130 × 170 cm oder 140 × 200 cm inkl. Fransen 890 g oder 730 g sehr warm, als Lage über der Bettdecke
Baumwoll-Mix (50 % Baumwolle, 30 % Polyester, 20 % Polyacryl) 140 × 200 cm inkl. Fransen 940 g wärmt weniger, für warme Nächte

Bei den Decken in 140 × 200 cm sind die Fransen in der Länge mitgerechnet. Über einer 200 cm langen Bettdecke sind sie deshalb etwas kurz, quer über das Fußende gelegt passen sie gut. Für ein Doppelbett mit zwei Bettdecken nehmen Sie zwei Wolldecken, eine für jede Seite. Die große Merinodecke finden Sie mit allen Farben unter Merino-Wolldecken.

Wolldecke im Sommer

Im Sommer ist die Bettdecke oft zu warm und ein Laken allein zu wenig. Dann kann eine leichte Wolldecke die einzige Decke sein. Weil Wolle Feuchtigkeit aufnimmt, fühlt sie sich auch in warmen Nächten selten klamm an. Geeignet sind leichtere Decken wie unsere Merinodecke in 140 × 200 cm mit 730 g oder die Kaschmir-Merino-Decke mit 10 % Kaschmir und 655 g.

In sehr heißen Nächten ist auch eine leichte Wolldecke zu viel. Wer eine Decke sucht, die weniger wärmt und die Sie selbst waschen können, nimmt unseren Baumwoll-Mix aus 50 % Baumwolle, 30 % Polyester und 20 % Polyacryl, von Hand bei 30 °C waschbar.

Brauchen Sie die Wolldecke im Sommer nicht, lagern Sie sie sauber und ganz trocken, locker gefaltet in einem Baumwollbeutel statt in Plastik.

Häufige Fragen

Kann ich nur unter einer Wolldecke schlafen, ohne Bettdecke?

Ja. In einem warmen Schlafzimmer, in der Übergangszeit und im Sommer reicht eine Wolldecke oft allein. Damit sie Sie ganz zudeckt, wählen Sie die Größe 150 × 215 cm.

Ist eine Wolldecke dasselbe wie eine Bettdecke mit Wollfüllung?

Nein. Eine Bettdecke mit Wollfüllung ist dick und bauschig und ersetzt die normale Bettdecke. Eine gewebte Wolldecke wie unsere ist dünner und dichter: Sie ergänzt die Bettdecke als zusätzliche Lage oder reicht in warmen Nächten allein.

Kratzt eine Wolldecke im Bett?

Feine Merinowolle und unser Kaschmir-Merino-Mix mit 10 % Kaschmir kratzen kaum. Schurwolle ist gröber und kann auf nackter Haut kratzen. Legen Sie sie deshalb über die Bettdecke.

Darf eine Wolldecke ins Babybett?

Nein. Eine lose Decke gehört nicht ins Bett eines Säuglings. Kinderärzte empfehlen für Babys einen passenden Schlafsack statt einer Decke. Unsere Wolldecken sind nicht für den Babyschlaf gedacht.

Wie oft sollte ich die Wolldecke aus dem Bett lüften?

Liegt sie oben auf der Bettdecke, reicht es, sie hin und wieder einige Stunden ins Freie zu hängen. Liegt sie direkt am Körper, lüften Sie sie öfter, zum Beispiel einmal pro Woche, im Schatten und nicht im Regen.

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