Zum Inhalt springen

Kostenloser Expressversand nach Deutschland & Österreich

OEKO-TEX® zertifizierte Wolle

Versand aus unseren Lagern in der EU, in UK und den USA

Journal

Wolldecke kratzt – was tun? Und welche Decke kratzt nicht

Wolle kratzt, wenn ihre Fasern zu dick sind, um sich auf der Haut wegzubiegen. Warum das so ist, wie Sie eine kratzige Decke trotzdem nutzen und welche Wolldecke auch auf nackter Haut angenehm bleibt.

Wolldecke kratzt – was tun? Und welche Decke kratzt nicht

Eine Wolldecke kratzt, wenn viele dicke Fasern in ihr stecken. Deren Enden biegen sich nicht zur Seite, wenn sie auf die Haut treffen, sondern drücken wie winzige Borsten dagegen. Feinere Fasern wie Merinowolle und Kaschmir geben nach und fühlen sich weich an. Ob eine Decke kratzt, entscheidet also vor allem die Feinheit der Wolle.

Was hilft: Nutzen Sie eine kratzige Decke als Überdecke oder über der Kleidung, oder legen Sie Baumwolle zwischen Haut und Wolle. Wenn Sie eine Decke suchen, die nicht kratzt, wählen Sie eine feine Faser. In unserem Sortiment sind das Merino (Weichheit 4 von 5) und Kaschmir-Merino aus 90 % Wolle (Merino) und 10 % Kaschmir (5 von 5). Unsere Decken aus reiner Schurwolle sind die wärmsten, können auf nackter Haut aber kratzen.

Warum Wolle kratzt: Es liegt an der Faserdicke

Jede Wollfaser ist ein Haar. Wie dick es ist, misst man in Mikrometern, also in Tausendstelmillimetern. In einer Decke sind nie alle Fasern gleich dick, und an der Oberfläche stehen immer einige Faserenden ein wenig ab. Trifft ein feines Faserende auf die Haut, knickt es einfach weg, und Sie spüren nichts Besonderes. Ein dickes Faserende ist steifer. Es drückt gegen die Haut, und dieses feine Pieksen nehmen wir als Kratzen wahr.

Entscheidend ist deshalb, wie viele grobe Fasern ein Stoff enthält. Schon ein kleiner Anteil davon kann reichen, damit sich eine Decke kratzig anfühlt. Gröbere Wolle, wie sie in vielen klassischen Schurwolldecken steckt, bringt mehr dieser steifen Enden mit. Merinowolle ist deutlich feiner, Kaschmir noch feiner. Beide biegen sich auf der Haut leicht weg.

Zwei weitere Punkte spielen mit hinein:

  • Die Oberfläche: Ein aufgerauter, flauschiger Stoff hat meist mehr abstehende Faserenden als ein glattes, dicht gewebtes Tuch. Bei grober Wolle spüren Sie das eher.
  • Das Wort „Schurwolle“: Es bedeutet, dass die Wolle neu ist und noch nie zu einem anderen Produkt verarbeitet wurde. Über die Feinheit sagt es nichts. Es gibt grobe und feine Schurwolle, und auch Merinowolle kann Schurwolle sein.

Wer das Kratzen stärker spürt

Wie deutlich Wolle kratzt, empfindet jeder Mensch anders. Manche bemerken selbst bei grober Wolle kaum etwas, andere spüren schon mittelfeine Fasern. Dazu kommt, wo und wie die Decke liegt:

  • Hals, Nacken und Gesicht sind am empfindlichsten. Wenn Sie die Decke bis zum Kinn ziehen, merken Sie das Kratzen hier zuerst.
  • Nackte Arme und Beine spüren mehr als Haut unter Kleidung. Im Pullover auf dem Sofa stört eine grobe Decke selten, im Bett mit kurzem Schlafanzug eher.
  • Die Hände sind dagegen wenig empfindlich. Wer eine Decke nur mit den Fingern prüft, unterschätzt leicht, wie sie sich am Hals anfühlt.
  • Die ersten Minuten sind meist die deutlichsten. Manche gewöhnen sich an das Gefühl, andere nicht. Stört es Sie auch nach einer Weile noch, passt eine feinere Faser besser zu Ihnen.

Was hilft, wenn Ihre Wolldecke kratzt

Eine grobe Wolldecke müssen Sie deshalb nicht in den Schrank verbannen. Mit ein paar Handgriffen nutzen Sie ihre Wärme, ohne dass sie auf der Haut stört:

  1. Als Überdecke nutzen. Legen Sie die Wolldecke auf die Bettdecke statt darunter. So wärmt sie mit, berührt Sie aber nicht. Auf dem Sofa kommt sie über Pullover und lange Hose.
  2. Baumwolle darunter. Liegt ein Bettlaken, ein dünnes Baumwolltuch oder eine leichte Baumwolldecke zwischen Haut und Wolle, ist das Kratzen meist kein Thema mehr. Nachts hilft auch ein Schlafanzug mit langen Ärmeln und Beinen.
  3. Den Rand am Hals abdecken. Am meisten stört oft die Kante, die am Hals liegt. Schlagen Sie dort das Bettlaken über die Decke oder legen Sie ein Stück Baumwollstoff darüber.
  4. Lüften statt waschen. Hängen Sie die Decke ab und zu für einige Stunden an die frische Luft, im Schatten und bei trockenem Wetter, und schütteln Sie sie vorher aus. Das hält die Wolle frisch und löst lose Fasern, ohne sie zu strapazieren.

Was Sie nicht erwarten sollten

Im Netz kursieren viele Tipps, wie kratzige Wolle weich werden soll. Ehrlich gesagt: An der Dicke der Faser ändert keiner davon etwas.

  • Waschen mit Haarspülung oder Weichspüler: Bei waschbaren Wollsachen kann eine Spülung die Oberfläche eine Zeit lang etwas glatter wirken lassen. Aus einer groben Faser wird dadurch keine feine. Ob eine Decke überhaupt ins Wasser darf, entscheidet ihr Etikett. Unsere Wolldecken aus Schurwolle, Merino und Kaschmir-Merino mit 10 % Kaschmir tragen das Zeichen „nicht waschen“; sie werden gelüftet und bei Bedarf chemisch gereinigt. Wie Sie waschbare Wolle schonend waschen, steht in unserem Ratgeber Wolldecke waschen.
  • Die Decke ins Gefrierfach legen: ein verbreiteter Tipp, doch Kälte macht eine Faser nicht dünner.
  • „Das gibt sich mit der Zeit“: Eine neue Decke kann sich nach einigen Wochen etwas geschmeidiger anfühlen, wenn lose Faserenden verschwunden sind. Grobe Wolle bleibt aber grobe Wolle.

Kurz gesagt: Aus grober Wolle macht keine Pflege eine feine. Wenn Sie eine Wolldecke direkt auf der Haut spüren möchten, führt der Weg über eine feinere Faser.

Welche Wolldecke kratzt nicht?

Wenn Sie empfindlich sind, achten Sie auf die Faser und ihren Anteil, nicht nur auf das Wort „Wolle“. So ordnen sich unsere vier Materialien ein, bewertet auf unserer eigenen Skala von 1 bis 5:

Decke Zusammensetzung Weichheit Wärme Auf nackter Haut
Kaschmir-Merino 90 % Wolle (Merino), 10 % Kaschmir 5 von 5 4 von 5 die weichste in unserem Sortiment
Merino 80 % Wolle (Merino), 20 % Polyamid 4 von 5 4 von 5 weich, kratzt kaum
Reine Schurwolle 100 % Schurwolle aus Neuseeland 3 von 5 5 von 5 kann kratzen, gut als Überdecke
Baumwoll-Mix 50 % Baumwolle, 30 % Polyester, 20 % Polyacryl 4 von 5 3 von 5 ganz ohne Wolle

Kaschmir-Merino-Decken sind unsere weichsten. Sie bestehen aus 90 % Wolle (Merino) und 10 % Kaschmir, messen 140 × 200 cm einschließlich 10 cm Fransen und wiegen rund 655 g. Wer die Decke gern bis ans Kinn zieht, ist mit ihnen gut beraten. Sie kosten ab 84,90 €.

Merino-Wolldecken aus 80 % Wolle (Merino) und 20 % Polyamid sind weich und robust. Hier ist die Auswahl am größten: drei Größen von 130 × 170 bis 150 × 215 cm und rund 30 Farbkombinationen, ab 49,90 €. Für eine Decke, die direkt auf der Haut liegt, ist Merino eine gute Wahl.

Schurwolldecken aus 100 % neuseeländischer Wolle sind unsere wärmsten, doch ihre Faser ist gröber, und auf nackter Haut können sie kratzen. Als Überdecke im Bett, über der Kleidung auf dem Sofa oder an kühlen Abenden auf der Terrasse ist das kein Nachteil, und ihre Wärme kommt voll zur Geltung. Sie kosten ab 49,90 €. Wer gar keine Wolle mag, greift zum Baumwoll-Mix, der sich mit der Hand waschen lässt.

Kratzt Merino? Und wie Sie eine Decke richtig prüfen

Merino kratzt deutlich weniger als grobe Schurwolle, weil die Fasern viel feiner sind. Unbemerkt bleibt Merino aber nicht bei jedem. Auch Merinowolle gibt es in feineren und gröberen Qualitäten, und wer sehr empfindlich ist, spürt am Hals manchmal ein leichtes Kribbeln. Noch weicher fühlt sich unsere Kaschmir-Merino-Decke mit 10 % Kaschmir an: Auf unserer Skala ist sie die einzige mit 5 von 5 für Weichheit.

So prüfen Sie, ob eine Decke zu Ihnen passt, im Geschäft oder direkt nach dem Auspacken:

  • Halten Sie die Decke an den Hals oder an die Innenseite des Unterarms, nicht nur an die Fingerspitzen.
  • Lassen Sie sie ein, zwei Minuten dort liegen. Der erste Eindruck täuscht manchmal, und zwar in beide Richtungen.
  • Lesen Sie die Zusammensetzung. „Wolle“ allein sagt wenig, Angaben wie Merino oder Kaschmir und ihr Anteil in Prozent verraten mehr.

Häufige Fragen

Kratzt Schurwolle immer?

Nein. „Schurwolle“ bedeutet nur, dass die Wolle neu ist. Ob sie kratzt, hängt von ihrer Feinheit ab: Grobe Schurwolle, wie in vielen klassischen Wolldecken, kann auf nackter Haut kratzen, feine Merino-Schurwolle kaum.

Welche Wolle kratzt am wenigsten?

Je feiner die Faser, desto weniger kratzt sie. Kaschmir ist feiner als Merinowolle, und Merinowolle ist feiner als die meisten anderen Schafwollen. Unsere weichste Decke ist die Kaschmir-Merino-Decke aus 90 % Wolle (Merino) und 10 % Kaschmir.

Kann man eine kratzige Wolldecke weicher machen?

Kaum. Pflege ändert nichts an der Dicke der Faser. Praktischer ist es, die Decke als Überdecke zu nutzen oder Baumwolle darunterzulegen.

Kann ich unter einer Schurwolldecke schlafen, obwohl sie kratzt?

Ja, am angenehmsten als Überdecke auf der Bettdecke oder mit einem Laken dazwischen. So wärmt die Wolle, ohne die Haut zu berühren.

Alle Beiträge

Aus unserer Weberei

Decken, die gerade gefragt sind

Alle Plaids ansehen

Journal

Weitere Beiträge